Kinderarzt in Düren

Infekte im Kindergarten

Bezüglich banaler Infekte im Kindergarten gibt das Gesundheitsamt Düren eindeutige Empfehlungen (Stand Februar 2016):

1. Banale Erkältungen:

Kinder mit banalen Erkältungen ohne Fieber können die KiTa besuchen, solange sie durch die Erkrankung nicht deutlich in ihrem Wohlbefinden eingeschränkt sind.

Ein ärztliches Attest zur Wiederzulassung ist nicht erforderlich.

 

2. Hand-Mund-Fuß-Krankheit:

Kinder mit akuter Hand-Mund-Fuß-Krankheit gehören nicht in die KiTa, bis keine neuen Bläschen mehr auftreten (ca. 3 – 5 Tage). Die Erkrankung ist besonders am Anfang sehr ansteckend. Sobald die Kinder wieder fieberfrei sind und durch die Erkrankung nicht mehr beeinträchtigt werden, können sie die KiTa wieder besuchen. Ein Verschwinden des Hautausschlages ist nicht erforderlich. Übrigens: Viele Kinder stecken sich an ohne sichtbare Zeichen der Erkrankung (statistisch kommen auf jedes erkrankte Kind vier symptomlose Virusträger!). Da auch diese Kinder ansteckend sind trägt eine Ausgrenzung der symptomatischen Kinder kaum zum Ende eines Ausbruchsgeschehens bei!

Da die verursachenden Coxsackie-Viren sehr umweltresistent sind, können sie auf Gegenständen über Monate hinweg überdauern. Dies ist insbesondere bei kleinteiligen Spielsachen problematisch, da eine Desinfektion häufig nicht möglich ist.

Ein ärztliches Attest zur Wiederzulassung ist nicht erforderlich.

 

3. Pfeiffersches Drüsenfieber:

Beim Kleinkind verläuft die Erkrankung, und damit auch die Ansteckung und die Infektionsketten, häufig unbemerkt. Erkrankt ein Kind am Pfeifferschen Drüsenfieber sollte es für die Dauer des Krankseins (Fieber, Abgeschlagenheit) die KiTa nicht besuchen. Wenn das betroffene Kind wieder soweit genesen ist, ist ein Besuch der KiTa wieder möglich.

Ein ärztliches Attest zur Wiederzulassung ist nicht erforderlich.

 

4. Ringelröteln:

Die Ringelröteln sind für das betroffene Kind meist völlig harmlos und häufig ist das Kind selbst ohne Probleme in der Lage, die KiTa zu besuchen. Da die Ansteckungsfähigkeit mit dem Auftreten des Hautausschlags endet, trägt ein Ausschluss sichtbar erkrankter Kinder nicht zur Vermeidung der Ausbreitung bei.

Treten Ringelröteln in einer KiTa auf, sollten die Eltern informiert werden, da eine Ansteckung während der Schwangerschaft zu Schäden des Ungeborenen führen kann.

Ein ärztliches Attest zur Wiederzulassung ist nicht erforderlich.

 

5. Bindehautentzündung:

Eine eitrige Bindehautentzündung tritt relativ häufig als Begleitsymptom einer banalen Erkältung auf. Sie ist nicht meldepflichtig. Erkrankte sind in der Regel so beeinträchtigt, dass ein KiTa Besuch nicht zu empfehlen ist. Außerdem ist eine Ansteckung weiterer Kinder durch Schmierinfektionen zu besorgen.

Tritt eine Bindehautentzündung ohne sonstige Erkältungszeichen relativ plötzlich auf, so besteht der Verdacht auf eine Binde- und Hornhautentzündung, die durch bestimmte Viren (Adenoviren) verursacht wird und durch den Augenarzt sicher festgestellt werden kann.

Diese Form der Bindehautentzündung ist sehr ansteckend und zur Verhinderung einer Ausbreitung wird deshalb empfohlen, alle akut Erkrankten bis zur Genesung (keine roten Augen mehr) vom Besuch der Gemeinschaftseinrichtung auszuschließen.

Ein ärztliches Attest zur Wiederzulassung ist nicht erforderlich.

 

6. Drei-Tage-Fieber:

Das Drei-Tage-Fieber ist eine hochansteckende aber weitgehend harmlose Viruserkrankung (HHV6 Viren). Bis zum Ende des dritten Lebensjahres haben fast alle Kinder diese Infektion durchgemacht, die meisten davon ohne erkennbare Symptome. Kommt es zum Ausbruch der Erkrankung, so stehen das Fieber und ein kleinfleckiger Hautausschlag, vor allem an Brust, Bauch und Rücken, im Vordergrund. W ie bei allen fieberhaften Infekten kann es in seltenen Fällen zu Fieberkrämpfen kommen, auch Durchfall und Erbrechen können diese typische Kinderkrankheit begleiten.

Ein ärztliches Attest zur Wiederzulassung ist nicht erforderlich.

 

7. Durchfall bei Kindern im Krabbelalter ohne Symptome einer Erkrankung:

Bei gesunden Kindern im Krabbelalter kommt es häufig zur sogenannten „toddler’s diarrhea“ (Krabbelkinder-Durchfall). Das dabei wiederkehrende Auftreten von dünnen, teils übelriechenden Stühlen ist ohne krankheitswert. Nur wenn die Kinder Zeichen einer Erkrankung zeigen (zusätzlich Erbrechen, Fieber oder offensichtliches Kranksein) gelten die Vorschriften für die Wiederzulassung des RKI. In Zweifelsfällen sollte der Kinderarzt gefragt werden.

Ein ärztliches Attest zur Wiederzulassung ist nicht erforderlich.

 

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